Gemeinsames Schweigen – Ein neues Krähenbild

Ich muss gestehen: Ich bin ein wenig besessen von Krähen.

Ihre Intelligenz, ihr Sozialverhalten, die Art, wie sie einen anzublicken scheinen – und diese Federn. Dieses tiefe, schimmernde Schwarz, das nie ganz schwarz ist. Ich finde sie unendlich faszinierend und seit kurzem auch unendlich malbar.

A vibrant abstract painting featuring two black crows against a colorful background with hues of pink, gold, and blue, incorporating textured patterns.

„Shared Silence“ ist das neueste Ergebnis dieser Obsession. Es handelt sich um ein 40 × 40 cm grosses Mixed Media-Gemälde auf einer tiefen Leinwand – zwei Krähen nebeneinander auf einem reichhaltigen, vielschichtigen rosa Hintergrund.

Der Prozess

Ich begann (wie so oft) mit einem neonpinken Hintergrund. Das klingt vielleicht etwas gewagt, aber diese leuchtende Grundierung verleiht jeder darüber liegenden Schicht Wärme und Energie.

Von dort aus ging es weiter mit Markierungen, Texturen und Collagen aus Stücken, die ich aus meinen eigenen Gelli-Drucken herausgerissen hatte. Ich baute mehrere Farbschichten auf, um einen Hintergrund zu schaffen, der tief und lebendig wirkt – das endgültige zarte Rosa entstand nicht aus einer einzigen Schicht, sondern aus vielen.

Die Krähen selbst entstanden nach und nach. Kohle für Struktur und Schatten. Acryl für Form und Tiefe. Und ganz am Ende – mein Lieblingsteil – Neocolor II-Pastellfarben von Caran d’Ache und Sennelier-Ölpastellfarben für die endgültige Oberfläche und den Schimmer.

Ich lasse die Pastellfarben immer bis zum Schluss. Sie sind nicht mit den darüber liegenden Acrylschichten kompatibel, daher bleiben sie als letzter Schliff.

Das gesamte Gemälde erforderte etwa zwei Stunden aktive Arbeit – ohne die Trocknungszeit und ohne das Starren mitzurechnen. (Es wurde viel gestarrt.)

Über die Leinwand

Ich arbeite immer auf tiefen Leinwänden und bemale immer auch die Seiten. Das bedeutet, dass „Shared Silence“ direkt an die Wand gehängt werden kann – ohne Rahmen.

Was kommt als Nächstes

Ich bin ehrlich: Das ist nicht die letzten Krähen. Ein weiteres Gemälde ist bereits in Arbeit – und ja, es wird auch ein Video dazu geben.

Den gesamten Malprozess könnt ihr auf meinem YouTube-Kanal verfolgen.

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